Fütterungstipps für magenempfindliche Pferde

Elynn Thys
Geschrieben von Elynn Thys
Letzte Aktualisierung: 25. September 2026
Fütterungstipps für magenempfindliche Pferde
Magengeschwüre treten nicht nur bei Spitzensportpferden auf. Auch Freizeitpferde und sogar Fohlen können betroffen sein. Mit dem richtigen Management lässt sich viel tun, um vorzubeugen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Magengeschwüre beim Pferd, und wir haben 5 Tipps für Sie, um ihnen vorzubeugen. Denn Vorbeugen ist immer besser als Heilen.

Magengeschwüre sind kleine, schmerzhafte Wunden an der Magenwand. Sichtbar sind sie nur bei einer Gastroskopie, oft zeigen sie sich aber im Verhalten Ihres Pferdes. Studien zeigen, dass der Schweregrad der Geschwüre nicht unbedingt mit der Stärke der Symptome zusammenhängt. Das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich.

Der untere Teil des Magens produziert ständig Magensäure. Sind nicht genug Fasern im Magen, oder arbeitet das Pferd hart mit leerem Magen, kann die Säure die empfindliche Magenwand reizen und Geschwüre verursachen. Die klinischen Anzeichen sind oft unauffällig: Appetitlosigkeit, Unruhe beim Angurten, häufigeres Gähnen oder Zähneknirschen oder kolikartiges Verhalten. Fohlen können sehr unspezifische Symptome zeigen, zum Beispiel Wälzen und langes Liegen.

Wie gut kennen Sie Ihr Pferd?

Wenn Sie jeden Tag bei Ihrem Pferd sind, kennen Sie seine Gewohnheiten und sein Verhalten. Bei magenempfindlichen Pferden können sich klinische Anzeichen unbemerkt einschleichen. Ihr Pferd kann nach und nach weniger Appetit haben, ein stumpfes Fell bekommen, mit den Zähnen knirschen, gähnen oder an Leistung verlieren. Oder haben Sie einfach das Gefühl, dass etwas nicht stimmt? Ist das Verhalten normal? Ein Pferd, das beim Satteln nach der Tür schnappt, weil es das schon immer getan hat, will Ihnen etwas sagen. Möglicherweise leidet Ihr Pferd an Magengeschwüren.

Vorbeugung ist entscheidend

Für eine Behandlung braucht es zuerst eine Diagnose, und dafür ist Ihre Tierarztpraxis gefragt. Ein Magengeschwür lässt sich nur mit einer Gastroskopie feststellen. Unbehandelte Geschwüre können zu Gewichtsverlust, Verdauungsproblemen und weniger Wohlbefinden und Leistung führen. Wird ein Magengeschwür festgestellt, ist natürlich eine Behandlung nötig, damit Ihr Pferd wieder optimal gesund wird. Noch besser aber: Mit dem richtigen Management können Sie Magengeschwüren vorbeugen.

Das richtige Fütterungsmanagement ist der Schlüssel zur Vorbeugung. Der Magen braucht Säure für eine gute Verdauung. Achten Sie darauf, dass die Ration Ihres Pferdes ausreichend Raufutter enthält. Je mehr ein Pferd kaut, desto mehr Speichel bildet es. Der Speichel puffert die Säure und hilft so, Magengeschwüren vorzubeugen. Fasern sind die Antwort, wieder einmal!

Timing

Das richtige Timing beim Training kann Magengeschwüren vorbeugen! Wussten Sie, dass der Säuregehalt im Magen morgens am höchsten ist? Das liegt daran, dass Pferde nachts von Natur aus weniger fressen. Ein Pferd, das zu Magengeschwüren neigt, sollte deshalb möglichst erst trainiert werden, wenn es schon ausreichend Raufutter gefressen hat. Außerdem ist ein ausgewogener Trainingsplan sehr wichtig. Bei intensiver Belastung kann Magensäure leichter hochschwappen und die Magenwand reizen. Um das zu begrenzen, sollten Sie genügend Ruhetage einplanen. Nicht nur für die Regeneration der Muskeln, sondern auch, um dem Magen Ruhe zu gönnen und Magengeschwüren vorzubeugen.

Vorbeugen ist besser als Heilen: 5 Tipps gegen Magengeschwüre
  1. Zugang zu Raufutter, am besten den ganzen Tag
  2. Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag füttern
  3. Erst trainieren, wenn Ihr Pferd Raufutter gefressen hat
  4. Ruhetage nach intensiven Trainingsphasen einplanen
  5. Stress vermeiden: Eine feste Routine macht Ihr Pferd glücklich!

Kleine Veränderungen, große Wirkung. Sie wünschen eine persönliche Beratung zur Fütterung Ihres Pferdes? Rufen Sie uns an unter 0032 92202525 (MEZ) oder besuchen Sie mycavalor.com.

Denken Sie daran: Vermuten Sie Magengeschwüre bei Ihrem Pferd? Lassen Sie die Diagnose immer von Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt stellen!

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